Werner Engelmann
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Gendern in der Krise

 

 

 

9.   Gendern in der Krise: Umkehr aus einer Sackgasse?

 

 

 

Der Schweizer Autor Peter Bichsel beschreibt in der Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ einen alten Mann, welcher, der Langeweile überdrüssig, sich in die Fiktion hineinsteigert, seine eigene Sprache zu besitzen. Und sie endet traurig, aber nicht tragisch: in völliger Vereinsamung. Denn er hat sein Schicksal selbst verursacht, indem er sich über die Grundfunktion der Sprache hinwegsetzte, Kommunikation zu gewährleisten, und indem er glaubte, allein ihrer Herr zu sein.

 

Diese Geschichte könnte parabolisch stehen für das, was der Gendern-Bewegung mit großer Wahrscheinlichkeit bevorsteht. Und das wäre immer noch das weitaus kleinere Übel im Vergleich zu dem, was auf die Gesellschaft zukäme, wenn die oben dargestellte Sicht auf mögliche und durchaus wahrscheinliche Entwicklungen sich bewahrheiten würde.

 

Als Fazit aus der vorstehenden Analyse gibt es vor allem eine Erkenntnis:

Was die Gendern-Bewegung auf ihre Fahnen geschrieben hat, aber nicht einzulösen vermag, nämlich Toleranz und Respekt zu üben gegen jedermann, gegen jede Frau und insbesondere gegen Minderheiten, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Es ist viel zu bedeutend und zu ernst, als dass man es einer Bewegung überlassen dürfte, die in naiver Selbstüberhebung sich selbst bespiegelt, die Realität zu verändern meint, indem sie sich in Fiktionen verirrt, statt sich solidarisch in der Gemeinschaft einzubringen.

 

Doch selbst, wenn gegenwärtig keine Anzeichen dafür erkennbar sind: Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass man auch hier die eigenen ideologischen Barrieren doch noch erkennt, hinter denen man sich verschanzt, dass man den Weg des offenen gesellschaftlichen Dialogs und zur Umkehr aus einer Sackgasse doch noch sucht – zum Wohle der Gesamtgesellschaft.

 

Die eingangs angesprochene „Zeitenwende“ könnte einen Anstoß dazu geben und so ihre positive Seite entfalten.

 

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Dies gilt auch und besonders in existentiellen Notsituationen.

 

 

 

 

 

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