Werner Engelmann
Werner Engelmann
fluechtlings theater- kleiner-prinz.de Werner Engelmann
   fluechtlings     theater-kleiner-prinz.de WernerEngelmann

7) Destruktion der Grammatik

 

 

 

7.  Gendern, Destruktion der Grammatik und ihre Folgen

 

 

Als Martin Luther ab 1522 die Bibel ins Deutsche übersetzte,  um „Christenmenschen“ aus päpstlicher Bevormundung zu befreien, da „schaute er dem Volk aufs Maul“. Anders als die Gendern-Bewegung heute wusste er, dass Voraussetzung für die Verbreitung seiner reformerischen Ideen die breite Akzeptanz der Sprache war.

Und die neuhochdeutsche Sprache entwickelte sich zur „Kultursprache    und „Sprache der Philosophie“, indem sie das lexikalische und grammatische System differenzierte und perfektionierte.

 

 

Sprachliche Differenzierung ist aber nur möglich, wenn zugleich dem unumstößlichen Gesetz der Sprachökonomie entsprochen wird, welches menschlicher Trägheit entspringt. Dies wieder erfordert Mehrdeutigkeit von Begriffen und grammatischen Kategorien, die im konkreten Kontext aufgelöst, zu Eindeutigkeit geführt werden muss. Dies ist faktisch immer möglich, setzt aber differenziertes Denken voraus, sowie Bereitschaft, sich auf konkrete Sprechbedingungen und andere Sichtweisen einzulassen. Eine grundlegende Bedingung, damit sprachliche Verständigung funktioniert.

 

Auf eine solche konkrete Ebene lassen Gendern-Ideologen sich aber nicht ein. Dies steht ihren im Voraus gefassten, pauschalen, sexistischen und auf Sprache projizierten Meinungen entgegen.

Doch schlimmer noch: Ihr gewaltiger Aufwand würde überflüssig erscheinen, ein ganzes Sprachsystemsystem auf den Kopf zu stellen, um das - vorwiegend eingebildete - Bedürfnis zu befriedigen, jederzeit „gemeint“ und nicht nur „mit-gemeint“ zu sein.

 

Denn das „generische Maskulinum“ im Deutschen entspricht voll der Forderung nach Zusammenwirken von Sprachökonomie und Differenziertheit. Und es erlaubt zugleich eindeutiges Verstehen unter den genannten Voraussetzungen. Es stellt demnach keinen Mangel dar, sondern eine Qualität des Deutschen. Und es ist, nach Einschätzung von Prof. Peter Eisenberg, daher unverzichtbar.

 

Und so stellt er fest: „Das generische Maskulinum bietet die einfachste, eleganteste und flexibelste Möglichkeit des Deutschen, Sexusdiskriminierung zu vermeiden.“

 

Und dementsprechend spricht er sogar von einem „Krieg“ der Gendern-Bewegung „gegen das generische Maskulinum“, und er nennt dies ein „Vergehen“ gegenüber „Normalsprechern“ und darüber hinaus „an der Sprache“ 25

 

 

Wie diese Einschätzung von Prof. Eisenberg zu verstehen ist, ist im Folgenden zu klären. Vorneweg dazu eine Klarstellung: Es ist nicht dem „generischen Maskulinum“ anzulasten – obwohl der Begriff missverständlich ist –, wenn es zum Sündenbock für „patriarchales“ Gehabe und Diskriminierung gemacht wird. Dafür maßgebend ist ideologisch geprägte Interpretation seitens der Gendern-Bewegung, die zugleich ein erhebliches Maß an historischer wie sprachlicher Ignoranz erkennen lässt.

 

Dies ist auch ein Indiz dafür, dass ihr Scheitern unabdingbar ist. Denn nie in der Geschichte hat sich eine „Sprachreform“ auf Dauer durchgesetzt, die der Sprache als System „den Krieg erklärt“, die sie erheblich komplizierter macht und sie zugleich wesentlicher Mittel beraubt – kurz: die dem Grundprinzip der Sprachökonomie massiv zuwiderläuft und eine historische Rückentwicklung darstellt.

 

 

Weitgehend überflüssig ist aber auch eine extrem polarisierte Auseinandersetzung um „Gendersternchen“, dem noch geringsten der durch Gendern aufgeworfenen Probleme. Denn sie verstellt den Blick auf ein langfristig weit gravierenderes Problem: den Angriff auf das grammatische System des Deutschen als solchem.

Ein Angriff, darin begründet, dass man das „generische Maskulinum“ scheut wie der Teufel das Weihwasser, verzweifelt nach „Ersatzformen“ sucht und in absurder Weise es auch noch als „Verbesserung“ im Sinne „gendersensiblen Sprechens“ deklariert, wenn man Tausende von wichtigen Wörtern aus dem deutschen Sprachgebrauch eliminiert.

Ein Angriff zudem, der in der deutschen Sprachgeschichte einmalig und nicht einmal aus zwei totalitären Systemen bekannt ist, die sich beide auf Eingriffe in die Lexik zum Zweck totalitärer Propaganda beschränkten.

 

 

 

Inwiefern aber muss man von „Rückentwicklung“ sprechen? - Dazu sei der oben genannte Aspekt der Entwicklung zur „Kultursprache“ und „Sprache der Philosophie“ aufgegriffen.

 

Philosophie erfordert ein Höchstmaß an Fähigkeit zu abstraktem Denken, aber auch eine Sprache mit hoch präziser Begrifflichkeit, die zugleich stark verkürzt. Ein Problem, das sie mit Sprache an sich teilt:

Beide versuchen, eine fast unbegrenzte Zahl von Erscheinungen der Wirklichkeit mit Hilfe einer begrenzten Zahl von Begriffen annähernd korrekt abzubilden. Und beide brauchen dazu sowohl das Prinzip der Sprachökonomie als auch der Mehrdeutigkeit.

Daneben hat aber das Deutsche ein weiteres grammatisches Prinzip ausgebildet, das es als „Sprache der Philosophie“ prädestiniert: ein sehr flexibles System der Wortbildung.

 

Für Philosophie von besonderer Bedeutung ist, problemlos zwischen Wortarten wechseln zu können, Substantivierung von Verben zu ermöglichen und dabei zwischen einer nominalen Kategorie                  (wie „Forscher“, in der Linguistik „Nomen Agentis“ genannt) und dem Verlauf einer Handlung (wie „Forschende“) klar zu unterscheiden.            So bezeichnen auch nach Heidegger das „Sein“ und das „Seiende“ zwei grundlegend verschiedene Seinsweisen, und diese sind wieder unterschieden von „In-der-Welt-Sein“.

 

Diese herausragende Qualität des Deutschen ist aber nur zu erhalten, wenn man ihre Grundfunktionen unangetastet lässt, die eben diese Unterscheidung gewährleisten und die auch in der Alltagssprache dringend gebraucht werden.

 

So bezeichnet die Substantivierung von Verben, etwa mit dem Suffix -er  (wie „Forscher“) die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Dies ist                  geschlechtsneutral, da von einem Verb abgeleitet, das kein „Geschlecht“     kennt: „Forscher“ sind demnach alle, ob männlich, weiblich oder divers, die diesen Beruf gelernt haben. Dabei ist niemand „gemeint“ oder „mit-gemeint“, wie von Gendern-Ideologen behauptet. Denn eine „Bezeichnung“  ist nicht „appellativ“, sie wendet sich an niemanden.

 

     Die falsche Behauptung von Luise Pusch, ein Wort wie „Forscher“ enthalte per se eine maskuline Bedeutung, die Frauen diskriminiere, ist radikal-feministischem Fanatismus geschuldet: Sie interpretiert in das Wort hinein, was sie an Gesellschaftskritik nicht differenziert aufzuzeigen vermag. Und weil sie sich nicht die Mühe macht, die Bedeutung eines Worts bzw. einer Aussage aus dem konkreten Kontext zu erschließen. Denn ihre voreingenommene ideologische Position verhindert gerade dies. 

 

Dagegen hat das Wort „Forschende“ (Nominalisierung der verbalen          „Verlaufsform“) eine deutlich andere Funktion und Bedeutung: Es bezeichnet zwar auch eine Gruppe von Menschen, doch nur dann, wenn sich diese in einer noch andauernden Aktion befindet. Und es lenkt den Fokus auf die Aktion, nicht auf die Menschen. Es kann demnach in keiner Weise als „Ersatz“ für das aus ideologischen Gründen verfemte Wort „Forscher“      dienen.

 

So gibt es wohl „schlafende Forscher“. Schlafen entspricht ja einem menschlichen Grundbedürfnis. Von „schlafenden Forschenden“ zu sprechen (die also beim Schlafen forschen oder beim Forschen schlafen) ist dagegen unsinnig: Es ist ein Widerspruch in sich („Contradictio in Adjecto“).

Wie beim Beispiel von den „toten Radfahrenden“ zeigt sich auch hier die Absurdität des Vorgehens der Gendern-Ideologie: Sie fordert vermeintlich besseren „Ersatz“ für verfemte gebräuchliche makuline                               Gruppenbezeichnungen, der zu logischem Unsinn führt.  Von Ideologie ist sie weiter geschritten zu Vernichtungswut gegen alles, was irgendwie          „maskulin“ erscheint. Und sie begibt sich so, Widersprüche und Lächerlichkeiten en masse produzierend, immer mehr in Teufels Küche.

 

 

Denn dies sind ja nur wenige Beispiele. In Wirklichkeit fallen potenziell Tausende präzise und für reibungsloses Verständigung nötige Wörter der Gendern-Wut zum Opfer.

Welches Ausmaß solche Sprachzerstörung annehmen könnte, macht ein Hinweis von Prof. Eisenberg deutlich. Danach sind die (meist maskulinen)   Nomina Agentis vom Typ „Forscher“ die mit Abstand bedeutendsten: „Man schätzt den Bestand auf mindestens 10 000 Wörter.“ 27                                           

 

Die von Luise Pusch eingeschlagene, als pathologisch zu bezeichnende Strategie, „gezielte Allergie gegen das Maskulinum“ zu erzeugen, zeitigt so ihre verheerenden Früchte. 28

 Wenn Prof. Eisenberg der Gendern-Bewegung ein „Vergehen an der Sprache“ vorwirft, so meint er wohl Folgendes: Mit Sprache lässt sich nicht so umgehen wie mit einer Prostituierten, der man alle Wünsche abverlangen kann, und seien sie noch so abwegig. 29

 

       So wird etwa eine „Contradictio in Adjecto“, wie im oben genannten Beispiel, in der Literatur als Stilmittel gebraucht. Wo logische Widersprüche aber das alltägliche Sprechen dominieren und widerspruchslos hingenommen werden, da gehen nicht nur Stilmittel verloren: Es wird auch eine seit Descartes gepflegte Tradition logischen Denkens beeinträchtigt und zurückgedreht.

 

 

     Zur Veranschaulichung dieser beängstigenden Entwicklung seien im Folgenden zwei Beispiele aus der Literatur aufgeführt:

 

So nennt Kafka in der Erzählung „Die Verwandlung“ den zum Käfer verwandelten Gregor Samsa einen „Reisenden“. Die „Verwandlung“ ist Symbol für ein unerträglich gewordenes Menschsein, die Bezeichnung         „Reisender“ für die menschliche Existenzweise, ewig „reisen“ zu müssen und nie anzukommen. Nach Gendern-Neusprech aber wird „Reisender“ zur bloßen Berufsbezeichnung „Vertreter“ trivialisiert, also zweckentfremdet, so wie „Forschende“, „Lehrende“ und viele andere Wörter für ehrenwerte Menschen.

Wie also soll ein in solchem Neusprech sozialisierter Mensch künftig noch die existentielle Bedeutung von Begriffen erfassen können, die nur noch in trivialen Zusammenhängen existieren? Danach bleibt nichts anderes mehr übrig, als sich mit trivialen Kafka-Versatzstücken für Halb- und Viertelgebildete berieseln zu lassen.

 

Und in Alfred Anderschs Roman „Sansibar oder der letzte Grund“ startet ein Pfarrer eine ungewöhnliche und gefährliche Aktion, um die Barlach-Skulptur eines „lesenden Klosterschülers“ vor den Übergriffen von Nazi-Barbaren zu retten. So sehr hatte ihn der konzentrierte Ausdruck dieses      „Lesenden“ fasziniert.

Wie aber soll eine von Gendern-Neusprech geformte Generation noch ermessen können, was eine aktuell anhaltende Aktion „konzentrierten Lesens“ bedeutet, wo sie doch keinen Begriff mehr dafür besitzt? -

Es wird wohl besser sein, seine Finger ganz von Literatur zu lassen, die doch nur zu „überflüssigem“ Denken anregt. - Vorboten einer „Schönen neuen Welt“ im Sinne Huxleys, die sich längst schon in primitivem Kulturbanausentum ankündigt hat, verbreitet durch bestimmte private Medien. 30

 

 

Wie sehr dieser Gendern-Wahn, möglichst alles „Maskuline“ aus der Sprache zu eliminieren, auch Alltagsdiskurse beeinträchtigt, sei an einem weiteren Beispiel aus der aktuellen Diskussion über Flüchtlinge aus der Ukraine aufgezeigt:

Nun ist das Wort „Flüchtling“ in seiner genderneutralen Bedeutung zwar eindeutig definiert, so auch in der „Genfer Flüchtlingskonvention“. Für Gendern-Fans ist dieses Wort - wie Tausende andere „maskulin“ kodierte Ableitungen aus Verben - aber ein Graus und muss aus Sprache sowie menschlichem Bewusstsein eliminiert werden. Und sie schaffen sich selbst ein gewaltiges Problem: „Flüchtende“ sind diese ja nur, solange sie unterwegs sind. In Deutschland angekommen, wird für diese Menschen meist - soweit noch korrekt - der Begriff „Geflüchtete“ verwandt.

Doch wie lange bleiben sie dies? Bleibt jemand, den (wie den Autor dieses Essays) dieses Schicksal vor 70 Jahren ereilte, sein Leben lang         „Geflüchteter“, der keine Zukunft kennt, oder gar „Flüchtender“, also einer, der vor eigenen Problemen davonrennt?  

 

Da nun aber das „schlimme“ Wort „Flüchtling“ verfemt und aus dem Sprachgebrauch eliminiert ist, wird dem Autor dieses Essays sowie allen Menschen, die dieser Gruppe angehören, wohl nichts übrigbleiben als ihr weiteres Leben als Namenlose zu fristen, für die kein adäquates Wort mehr existiert.

 

 

Dies ist ein weiteres Beispiel, wie die Gendern-Bewegung, die „sensible“   Sprache zu pflegen vorgibt, in Wirklichkeit zu erschreckender Unsensibilität, zu logischem Unsinn, zu Verarmung der Sprache und auch zu Beleidigung ganzer Menschengruppen führt.

 

 

Abhilfe könnte hier erst eine mögliche Entwicklung schaffen, die eine       „Zeitenwende“ durchaus bewirken kann: in Form eines erzwungenen Nachhilfe-Unterrichts, der zum Überprüfen widersinniger, doch festgefahrener Positionen und zur Umkehr bewegt.

 

 

Die hier gewählte historische Perspektive verweist in zweierlei Hinsicht auf solche Chancen, die Krisenzeiten auch innewohnen: in der Rückschau mit der Chance, aus vergangenen Verirrungen zu lernen, sowie in der Vorausschau, mit dem Appell, gegenwärtige Verirrungen rechtzeitig zu erkennen und sich zur Umkehr durchzuringen.

In Zeiten der Krisen, die völlig verunsichern und die Hoffnung auf eine gedeihliche Zukunft rauben, ist eine solche Rückbesinnung auf gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung von besonderer Bedeutung: und zwar in globaler, in europäischer wie in nationaler Hinsicht.

 

Nur unter einem solchen Aspekt ist zu solchen Zeiten die Beschäftigung mit einer Bewegung legitimiert, die sich als historische Verirrung zu erkennen gegeben hat. Denn nur so werden auch die Chancen erkennbar, die dieser Krise innewohnen, die es, besonders in Hinblick auf das Gleichheitsgebot, zu ergreifen gilt.

Denn: "Der Weg zu Gleichheit ist Gleichheit.“ Und nicht eine sprachliche Fiktion. 

 

-----------------------

 

25      Siehe Fußnote 19, S. 35 - Vgl. auch:  https://www.tagesspiegel.de/wissen/finger-weg-vom-generischen-maskulinum-5929225.html, 8.8.201

26 Ebenda. Hier weist Peter Eisenberg auch die „diffamierende Äußerung“ von Anatol Stefanowitsch zurück, „es gebe auf der Höhe des aktuellen Forschungsstandes keine einzige linguistisch fundierte Verteidigung des generischen Maskulinums“. Er kennzeichnet damit dessen Umgang mit Andersdenkenden, der von ihm eingeforderten Moral sowie mit der Wahrheit. (Vgl. Fußnoten 4, 9, 13, 15 21)

  

27      Ebenda

 

28     Mit welchem Furor radikalfeministischer Wahn in angelsächsischen Ländern bereits zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts agierte und sich an die Zerstörung von Wörtern heranmachte, das zeigt sich an der - von Luise Pusch positiv rezipierten - Forderung, das Wort „history“ (als „patriarchalisch“ interpretiert) durch „herstory“ zu ersetzen. („Das Deutsche als Männersprache“, S. 33) -  Vgl. Fußnote 9

Solche Hysterie geht allerdings ungebrochen weiter. So, wenn Londoner Universitätskliniken verordnen, das Wort „Muttermilch“ aus dem Vokabular zu streichen und es zu ersetzen durch Begriffe wie 'Menschenmilch' oder 'Milch der stillenden Mutteer oder Person'"

 (https://www.rnd.de/panorama/gendergerechte-sprache-britische-kliniken-benennen-begriffe-wie-muttermilch-um-GDSTWVWLOFAT7MAPKOCOQFWADQ.html)

 

 

29  Auch beim erlauchten „Deutschen Rat für Rechtschreibung“ als „maßgebender Instanz“ scheint nach Konfusion und Beliebigkeit inzwischen etwas mehr Realismus eingekehrt zu sein. Wurden in der Beschreibung der „Leitfäden zu geschlechtergerechter Schreibung“ vom 16.11.2018 „Ersatzformen“ vom Typ „Studierende“ noch quasi empfohlen (ohne sich konkret damit befasst zu haben), so erkennt er am 01.09.2021 immerhin: „Das Thema ist komplex, weil es so viele Folgewirkungen hat. (…) Da verändert sich die gesamte Grammatik und Orthografie.“ Und er bekräftigt am 23.07.2022, dass Doppelpunkt und Sternchen in Schriften von Behörden, staatlichen Einrichtungen und auch öffentlichen Medien nichts zu suchen haben“. - Zu beachten ist allerdings, dass das hier behandelte Problem in das Gebiet der Grammatik fällt, für die andere Bedingungen gelten als für Rechtschreibung, und die nicht in dessen Kompetenz fällt.

 

30   Die Diskussion um „gendergerechte“ Eingriffe in Literatur hat längst begonnen. Dies wird aber von einer eindeutigen Mehrheit von Autorinnen und Autoren entschieden abgelehnt: (https://www.rnd.de/kultur/gendern-in-der-literatur-wie-die-branche-damit-umgeht-73N2CO2PBG7SNVKEU6CJTEXC6Y.http)

 

So auch von Elke Heidenreich. Angesichts dieser Analyse ist es verständlich, wenn eine so versierte Schriftstellerin und Literaturkritikerin über die Stränge schlägt, wenn sie über Gendern spricht und dies „verlogen“ nennt – auch wenn das wenig hilfreich ist. Denn „Lüge“ setzt das Bewusstsein zu lügen voraus. Davon ist aber bei den meisten Gendern-Fans nicht auszugehen. Das Problem der Gendern-Ideologie liegt tiefer: sich vorwiegend aus Gründen dagegen zu sperren, die gar nicht ins Bewusstsein gelangen. Die zu instinktiver Abwehr führen, Zweifel an eigenen Prämissen und Schlussfolgerungen überhaupt aufkommen zu lassen. Dagegen hilft nur eine schonungslose, aber stringente Analyse. – Bezogen auf hier genannte Gendern-Gurus aber trifft Frau Heidenreich den Nagel auf den Kopf.

(https://www.spiegel.de/kultur/elke-heidenreich-ueber-gender-sprache-das-ist-alles-ein-verlogener-scheissdreck-a-d54d38a5-bc31-4338-9816-7f8646c5fc71)

 

 

 ----------------------------------------------------- 

 

 

Druckversion | Sitemap
© Engelmann