Werner Engelmann
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 Thema:

          Rollenklischees hinterfragen - Ist Gendern die Lösung?

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Werner Engelmann, 23.10.2020

https://www.fr.de/politik/lasst-uns-spielen-90072416.html#idAnchComments

 

An alle Gender-Fans und alle, die sich damit schwerer tun.

Nun habe ich das Angebot der FR zur Diskussion über "gendergerechte Sprache" begrüßt.
Merkwürdig freilich, dass dieses zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Entscheidungen in den betreffenden Redaktionen bereits gefällt waren. Dennoch habe ich zu Gelassenheit plädiert.
(z.B. im Editorial https://www.fr.de/meinung/l....

Meine Ankündigung einer gründlicheren Analyse, zu der ich mich als ausgebildeter Linguist und Gewerkschafter seit über 50 Jahren verpflichtet fühlte, wollte ich auch durch eine Veröffentlichung auf der Plattform von Verdi.de ("Menschen machen Medien") einlösen.
(https://mmm.verdi.de/beruf/...
Diese wurde vom zuständigen Pressebüro von Verdi unter einem fadenscheinigen Grund abgelehnt, es sei "nicht vorstellbar", dass sie "noch viele Leser erreicht und zur Debatte anstößt".

Der Tenor ist ziemlich eindeutig:
Es darf - im Nachhinein - über das Wie einer getroffenen Entscheidung und den vorgeschriebenen Rahmen ihrer Umsetzung diskutiert werden, nicht aber über das Warum. Und ganz unerwünscht sind Beiträge, die deren Fragwürdigkeit aufzeigen.

Ob das nun für eine Debatte völlig irrelevant sei, mögen interessierte User selbst entscheiden.
Dazu hier der Hinweis auf die Veröffentlichung:
zugänglich auf der Website, Google über "FR-Kommentare, Flüchtlingstheater".

Ich bin selbstverständlich zu Antworten und näheren Erläuterungen unter dieser Kommentarfunktion bereit.

Vorsorglich weise ich darauf hin, dass ich mich von jeglichem Versuch, meinen Beitrag für nationalistische Zwecke zu instrumentalisieren, entschieden distanziere.

 

Nur ein Hinweis:
Die Analyse hat zum Ziel, die Stringenz und Validität des theoretischen Ansatzes der "feministischen Linguistik" unter wissenschaftlich anerkannten Kriterien und Methoden der modernen Linguistik zu überprüfen, und sie kommt zu einem sehr eindeutigen Ergebnis.
Z.B. über folgende "Argumentation" der Mentorin der "feministischen Linguistik", Luise Pusch:
"Sprachsystematisch und von der Entstehung her betrachtet ist es mit dem „-in“ wie mit Eva aus Adams Rippe: Die Frau wird aus dem Mann abgeleitet und hat einen niedrigeren Rang."
Daraus ihre Schlussfolgerung:
"Rettet das Femininum": "Wie lässt es sich am besten retten, wiederbeleben und weithin verbreiten? Natürlich durch eine gezielte Allergie gegen das Maskulinum."

Es sei daran erinnert, dass das angesprochene Projekt mit massiven Eingriffen in das grammatische und semantische System der deutschen Sprache unter dem Motto läuft, "die Genderdebatte zu versachlichen" und sich als Anleitung versteht, "Rollenklischees zu hinterfragen".
Es darf die Frage gestellt werden, ob bzw. in welchem Maß die Leiter/innen dieses Projekts sich selbst an dieses Motto halten.

Als Einstimmung empfehle ich den Wikipedia-Artikel über die französische Feministin Élisabeth Bedinter, besonders den letzten Abschnitt "Feministische Irrtümer". Diese Ausführungen treffen hier in vollem Umfang zu.

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MartinDietze ->Werner Engelmann 24.10.2020

https://www.fr.de/meinung/liebe-leserinnen-und-leser-90072151.html#idAnchComments

 

Danke, in der Tat interessant. Leider trifft aber ganz offenbar Ihre Beobachtung (die ich ja auch schon geäußert habe) zu, dass hier eine längst getroffene Entscheidung a posteriori "zur Diskussion" gestellt wurde, also von einer Einbeziehung der Sicht der Leser hier wohl leider keine Rede sein konnte. Das steht auch im Einklang mit der Beobachtung, dass andere Medien, die ähnliche Entschlüsse gefasst haben, hier ganz ähnlich verfahren.

Wie schon erwähnt, ist das in den 1990er Jahren noch entschieden verfolgte Ziel der Mitbestimmung durch direkte Demokratie (wenn es hier natürlich auch nicht um Politik, sondern um die freie Entscheidung sich als linksliberal verortender Mitarbeiter von Privatunternehmen geht) bei vielen leider nicht mehr "in", wenn man sich nicht in der Opposition befindet, ein Schelm, wer böses dabei denkt ;)

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Werner Engelmann ->MartinDietze 26.102020

https://www.fr.de/meinung/liebe-leserinnen-und-leser-90072151.html#idAnchComments

 

O.k. Dann übernehme ich mal den Part des "Schelms" mit dem "bösen" Gedanken an einen Faktencheck:

- A propos FR: Kommentarmöglichkeiten gab es da einige (vor allem 9/20), freilich mit über 1-jähriger Verspätung .

- Genderleicht.de startete am 28. 6. 2019, Information von journalistinnen.de dazu (ohne Kommentarmöglichkeit) am 6.6.2020 (!)

- Eine Kommentar von mir mit sachlicher Bestandsaufnahme bei journalistinnen.de ist verschwunden, keinerlei Information

- Kommentare bei FR überwiegend durchaus kritisch, auch bei Frauen (z.B. https://www.fr.de/politik/f... das fehlt bei genderleicht.de völlig: unter "Aktuelles" nur Affirmatives

- Ähnlich bei genderleicht.de, Medienecho, mit 2 Ausnahmen:
Eine davon die Verbreitung des Aufruf des VDS, "Schluss mit dem Genderunfug", mit dem sich ein auf Ausgleich bedachter Mensch nicht gemein tun kann.
Dies zeigt, dass sehr wohl auf Verschärfung des Konflikts sowie Diskreditierung gesetzt wird und vor allem sachliche und abwägende Stellungnahmen verhindert werden.

- Zur Behauptung, es handle sich lediglich um "Vorschläge":
Anatol Stepanowitsch: " nun sei es Zeit, Vorschriften zu erlassen",
über Kritiker: „...bei den meisten steckt Frauenfeindlichkeit dahinter“
(/https://mmm.verdi.de/beruf/...

- Luise Pusch, 2018: "Englisch und Deutsch sind beide sexistisch, aber das Englische ist leichter zu
reparieren bzw. zu therapieren, wie ich es gern nenne."
(https://anschlaege.at/unser...

- Bescheidene Frage:
Waren Vorstellungen wie 1000 Jahre Sprachentwicklung auf der Couch der Psychotherapeutin bislang nicht eher Merkmal von Verschwörungstheorie?

Wie sagten Sie doch so richtig: "Ein Schelm..."

 

A propos:
Einen nicht veröffentlichten kritischen Beitrag habe ich in die Analyse auf der Website eingearbeitet, Teil: "Idealistische Sprachauffassung und reale Erfahrungen der Sprachlenkung".
Da die Website auf erstaunlich großes Echo stößt, werde ich weitere Beiträge unter "Zur Diskussion" veröffentlichen.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, nehme ich da auch hilfreiche andere Beiträge auf. So bleibt Wesentliches zur Thematik gesammelt und auch längerfristig zur Einsicht bereit, ohne es wie eine Stecknadel im Heuhaufen aufspüren zu müssen.

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